Die Politur mit dem Ballen schafft feine, reparable Schichten, die sich später ausbessern lassen. Alkohol löst an, bindet neu, Schlieren lassen sich ausziehen. Mit Ruhe, dünnen Lösungen und Ölspur entsteht Glanz, der nicht plastifiziert. Diese Technik verlangt Übung, schenkt jedoch wunderbare Tiefe. Und sie erlaubt partielle Korrekturen, falls kleine Schäden oder matte Zonen entstehen.
Bienenwachs, Carnauba oder Mischungen bringen seidenmatten Schimmer und angenehme Haptik. Dünn auftragen, gut auspolieren, mehrere leichte Gänge sind besser als ein dicker. Wachse sind pflegefreundlich, erneuerbar, und lassen Patina sichtbar. Duft und Griff vermitteln Nähe. Wichtig bleibt Untergrundfestigkeit: auf losem Lack schmieren Wachse. Darum immer vorher Stabilität prüfen, dann behutsam schützend arbeiten.
Hartöl, Lein‑Standöl oder Mohnöl dringen ein, betonen Maserung, vergilben unterschiedlich stark. Dünnflüssige Mischungen vermeiden Klebrigkeit, Zwischenschliff mit feiner Wolle glättet Fasern. Überpflegung führt zu Speckglanz; daher Intervalle planen, Überschuss gewissenhaft abnehmen. Öle geben reparable, warme Oberflächen, brauchen aber Belüftung und Trocknungszeit. Wer Geduld mitbringt, erhält Tiefe ohne Kunststofffilm.
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